Fehn-Leuchten Nr. 11

Magazin für Geschichte

Inhalt

Leseprobe

Es werden faszinierende Erinnerungen bekannt, voller Höhen und Tiefen, einzigartig, unverwechselbar und zugleich nah am eigenen Leben. Es sind die vielen bedeutenden und die beiläufigen Ereignisse, die jede dieser Geschichten spannend und lesenswert machen, und jede von ihnen bildet gleichzeitig ein Stück lokaler Geschichte ab.

Dies gilt für den Rückblick auf das Leben des 96jährig verstorbenen Dodo Duis ebenso wie für jenen auf das Leben des als Kind auf der Flucht in Langholt gestrandeten Erich Meißler. Duis, der geborene Fehntjer, Sohn eines Kapitäns und Reeders, wegen unzureichender Sehkraft verhinderter Seefahrer, wegen der „braunen Herren“ verhinderter Lehrer, schaffte es, eine Karriere hinzulegen, die in den USA in die Rubrik „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ gepasst hätte, eine Karriere mit Ecken und Kanten.

Erich Meißler kam auf der Flucht vor der „Roten Armee“ und dem Krieg im März 1945 mit neun Geschwistern und seiner hochschwangeren 35jährigen Mutter in Langholt an, wo er niemanden kannte. In dem Ort, in dem die Gegensätze zwischen katholischen und evangelischen Christen teils hart aufeinander prallten, nannte er, der evangelische Junge, bald eine katholische Frau seine Mutter, und die sorgte dafür, dass die evangelische Erziehung ihres „Sohnes“ nicht zu kurz kam.

Diese beiden „Lebensläufe“ sind eingebettet in die ostfriesische Geschichte, die Pastor Albrecht Saathoff aufgeschrieben hat. Eher Fiktion, wenn auch mit realem Hintergrund, sind die Sagen aus dem Saterland. Wilhelm Janssen aus Langholt bereichert diese Ausgabe um eine plattdeutsche Geschichte aus Burlage, der Heimat seiner Kindheit.

Nachdenklich mutet der Beitrag über Alfred Koch an, dessen kurzes Leben auf dem Fehn vergessen zu sein scheint. Koch, der sich als Rechtsanwalt für die „kleinen Leute“ eingesetzt hatte, wurde aus jenem Haus im Rajen, in dem heute sein Enkel ein Geschäft betreibt, ins Gefängnis und ins KZ Auschwitz verschleppt und dort ermordet.

Hermine Oltmanns aus Ostrhauderfehn, als Hermine Erfeling in Backemoor aufgewachsen, ist in die Geschichte ihrer Familie und der ihres Mannes eingetaucht; ein Zweig reicht in die Familie Pfeiffer, aus der unter anderem der Bäckermeister Martin Pfeiffer vom Neuen Weg in Rhaudermoor, der Ortsgruppenleiter der NSDAP Westrhauderfehn, Johann Pfeiffer sowie der Bäcker und Musiker „Jojo“ Pfeiffer hervorgegangen sind. Jojos`s Musikergeschichte führt uns zu den anderen ehemaligen fehntjer Musikern Alwin Voßberger, Wille Plümer, Hajo Teutenberg und Bernhard Bunger.

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