Hako Haken

Innenansichten eines Schweißers

Verlag H. Risius, Weener


Buchtext

In dem Buch wird das Leben und Wirken des Schweißers und IG-Metaller Hako Haken aus Holthusen gewürdigt.

Dabei fällt der Blick auf eine Etappe der Arbeiter- und Gewerkschaftsgeschichte, auf eine Phase in der Entwicklung der Papenburger Meyer Werft, in der er mehr als drei Jahrzehnte als Betriebsrat wirkte, auf Lokal-, Landes- und Bundespolitik.

Das Rheiderland und die Stadt Papenburg rücken in den Fokus der Geschichte der Nachkriegszeit, die von dem Arbeiter, Betriebsrat, Gewerkschafter, Bürgermeister, Kreistagsabgeordneten, "Multifunktionär" und rüstigen Un-Ruheständler Hako Haken so maßgeblich mitgestaltet wurde, dass ihn eine Zeitung als "Mister Rheiderland" bezeichnete.

Hardcover
240 Seiten
mehr als 100 Fotos
18,50 Euro



Leseprobe

Der langjährige Betriebsrats-Vorsitzende der Meyer Werft in Papenburg und Kommunalpolitiker hat die Geschichte des Rheiderlands sowie des südlichen Ostfrieslands über Jahrzehnte mit geprägt: Die Jahre des Aufbruchs begannen mit einem Geschenk der Ortsverwaltung der IG Metall an Werftchef Josef-Franz Meyer, aus Anlass des 175jährigen Bestehens des Unternehmens. Ein Zeichen für das gute Verhältnis zwischen der Arbeitnehmerorganisation und dem Unternehmen, das durch Hako Haken mitbestimmt wurde.

Im Dezember 1971 schien das Verhältnis kurzzeitig belastet zu sein. Die Tageszeitung hatte veröffentlicht, dass auf der Werft voraussichtlich 400 Mitarbeiter, aufgrund der schlechten Auftragslage, entlassen werden müssten. Die Kollegen warfen Hako und dem Betriebsrat insgesamt vor, sie nicht informiert und nichts unternommen zu haben. Hako zuckte zunächst mit den Schultern, weil er selbst nicht wusste was los war. Er sei von der Nachricht ebenso überrascht wie die Kollegen. Nein, das war nicht üblich. Irgendwie konnte es nicht sein, dass die Geschäftsleitung den Betriebsrat über eine solche Maßnahme nicht informiert hatte. Hako blieb skeptisch, zumal Josef-Franz Meyer zu diesem Zeitpunkt auf einer Akquisefahrt in Schweden unterwegs war.

Gemeinsam mit Ernst Pooth brachte er in Erfahrung, dass ein leitender Angestellter diese Aussage gestützt auf eine Information von Gottfried Meyer, dem Bruder von Josef-Franz und damals Mitglied der Geschäftsführung der Werft, in der Sitzung des Verwaltungsrats der Sparkasse gemacht hatte.

Der Betriebsrat rief eine außerordentliche Mitgliederversammlung ein, auf der sich der Mitarbeiter entschuldigte. Gottfried Meyer versuchte, die Beschäftigten zu beruhigen, hatte aber nicht das durchschlagende Argument. Das kam wenige Stunden später in Gestalt eines Anrufes von Josef-Franz Meyer aus Schweden. Der Chef teilte mit, dass er zwei Aufträge aus Schweden mitbringen werde. "Irgendwie hatte ich bezüglich der Auftragslage auf der Werft, immer ein gutes Gefühl", sagt Haken, obwohl er die krisenhaften Phasen ebenso bewusst miterlebt hat, wie die Zeiten mit guter Auftragslage.

"Josef-Franz Meyer hatte bei der Auftragsakquise ein gutes Händchen. Er verfügte über gute Kontakte, die dazu führten, dass er immer Aufträge an Land holte." Zwischen 1973 und 1975 leitete der Betriebsrat mehrere Beschlussverfahren gegen die Geschäftsleitung ein. In einem Fall musste so das Recht auf Einsicht in die Lohn- und Gehaltslisten erzwungen werden, in den anderen Fällen ging es darum zu erreichen, dass die Geschäftsleitung die Schulungskosten für Kollegen bezahlte, die auf Empfehlung des Betriebsrates an gewerkschaftlichen Weiterbildungsveranstaltungen teilgenommen hatten.

Hako Haken erläutert: "Das Betriebsverfassungsgesetz war novelliert worden. Im Paragrafen 37. 6 und 37.7 wurde festgelegt, dass jetzt die Arbeitgeber die Schulungskosten zu zahlen hatten, während dies vorher von der Gewerkschaft bzw. vom Schulungsträger gezahlt wurde." Aber schon immer sei der Betriebsrat sehr vorsichtig mit der Delegation von Kollegen zu Schulungen umgegangen. Man habe nicht mehr Schulungen befürwortet als unbedingt nötig.



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